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Dr. Drone, Diaries Of An Emo Outcast Junkie

1991

1991

Ich kann mich noch erinnern, 1991, MeinLeben war zuende, mitten im Sommer war es einfach zuende. Ich reiste, während mein Leben zuende war durch Frankreich. Mein Cousin hat mich gezwungen weil er es nicht mit ansehen konnte, das Mein Leben zuende war. Wir reisten in seinem Auto durch Frankreich ohne ziel. Mit Zelt und spontanen Hotel übernachtungen. Es war eine schöne zeit und ich konnte mir meine Zigaretten nur an der Tankstelle hohlen wo eine Schublade geöffnet wurde und ich zwischen 4–5 Sorten wählen konnte. Das Leben wurde einfach. Keine großen Entscheidungen mehr. Nur Frankreich und 5 verschiedene sorten Zigaretten. Zurück in Deutschland stürzte ich mich in jede Party die ich finden konnte und ließ Leute in meine Wohnung zu jeder Party, die ich geben konnte und ich begann wie in einem Rausch zu leben und zu genießen. Mein Leben war schon lange nicht mehr zuende ich begann zu schweben und habe Porsche Autospiegel abgetreten und angefangen zu rauchen. Eine zeit, die ich nicht vergessen kann und möchte und will, eine zeit die ich bis heute liebe und schätze und in der ich meine Pubertät nachgeholt habe.

Eines Tages entdeckte ich die Gothic Szene weil ich ein Mädchen entdeckte und tauchte in das schwarze leben hinein und lernte unbewusst meine beste Freundin kennen und das meint, das ich nicht wissen konnte das das einmal meine beste Freundin sein wird und das sie wie Familie werden wird. Wir beiden zusammen haben dann die ganzen restlichen neunziger Jahre die Nacht zu einem Tag gemacht und umgekehrt Im Jahre 2000 hörten wir damit nicht auf. Es ging weiter und immer weiter und ich verliebte mich mal hier mal dort und man verliebte sich in mich mal hier mal dort. Es gab kleine und große Geschichten und doch war ich jedes mal mit dem größten herzen meines Lebens dabei und die Zeiten rannten und rannten und auch ich bin im Internet gelandet. Nur das Internet anzuschauen war niemals eine Option. Ich musste teil dessen werden und das wurde ich und und reiste von dort nach hier und hier nach dort und man schloss mich mir an und große dinge wurden bewegt und auch zu einem Musiker wurde ich und das bin ich noch heute wobei das Wort Musiker nicht passt, sondern eher etwas wie ein Wanderer zwischen den klängen und abtauchen in die Nische in der ich es mir gemütlich gemacht habe. Ich erlebte viel und lernte viele Menschen kennen und probierte vieles aus und vieles nicht. War ich in all den Jahren jemals glücklich ? und ich denke, das ich es war - genau soft wie ich unglücklich war und ich habe geliebt und ich wurde geliebt und die Jahre strichen an meiner Wange vorbei wie eine unscheinbare Haarsträhne im Wind und ich weiß noch wie ich mich immer wieder und wieder unsterblich fühlte und wusste, das ich unsterblich bin.

Die frage die ich mir stelle ist die frage, ob die Menschen mich kennen. Nicht alle Menschen sondern nur die Tiefmenschen, also die Menschen die mich kennengelernt haben und zwar ein paar tacken mehr wie ein flüchtiger Chat oder der Telefonanruf mit einer Flasche wein auf dem Tisch oder der Smalltalk auf einer 666 Party. Ich meine die anderen Menschen. Wissen sie, wer ich bin, wissen sie was ich bin, wissen sie, wozu ich bin? Wissen sie, wozu ich fähig bin? Klingt nun alles wie ein Lied von U2 aber soll es gar nicht sein denn ich vermute, das einige mit ja antworten werden und ich kann dann gar nicht wie ein Schiedsrichter den Daumen nach oben oder nach unten machen und sagen, ja klar oder sagen ach nein. Ich kann das nicht will es nicht und die Jahre liefen weiter und weiter und zwischendurch, [von zwischendurch gibt es noch so viele Geschichten zu erzählen zum Lachen zum Weinen zum Kotzen zum gerne erinnern zum Vermissen] ...nun schreiben wir das Jahr 2018 und ich frage mich, wie ich hier her gekommen bin, was das soll und warum -Wichtigkeiten- von fremden oder flüchtig bekannten Menschen erschossen erstochen erwürgt und abgeschnitten werden dürfen. Ich sollte mir nicht so viele fragen stellen, sondern einfach verdammt nochmal so weiter machen wie bisher. Was sonst ...

Januar 21, 2018